Die Geschichte der Rasenheizung


Ein mit 69.256 Zuschauern ausverkauftes Stadion, Prominenz aus Politik, Sport und Gesellschaft. Die Musikkapelle der Bundeswehr intonierte die Olympiahymne, Kabelträger versuchten, für die neue, bewegliche Kamera des ZDF eine Gasse durch die Menge zu bahnen, …

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    Radioreporter und Fotografen eilten von einem Interview zum nächsten, und in den hoch über dem Spielfeld liegenden Fernsehkabinen überschlugen sich die Moderatoren vor Begeisterung: „Wir stehen hier oben, schauen im Licht der wohl besten Flutlichtanlage, die es derzeit auf der Welt gibt, auf einen taghell erleuchteten Rasen und können nur staunen“, erklärte der ZDF-Fernsehkommentator den meist noch vor Schwarzweiß-Fernsehgeräten sitzenden Zuschauern. „Dieses Stadion ist eine technisch großartige Konstruktion.“

    Ein Stadion der Superlative

    Der 26. Mai 1972 war ein wichtiger Tag. Deutschland spielte in München gegen die UdSSR, und gleichzeitig wurde das neue Olympiastadion eröffnet. Es ging um Sport, aber auch um Politik und Selbstbewusstsein. Für den Vorzeigebau mit der kühnen Dachkonstruktion war das Beste deshalb gerade gut genug. Der Abend wurde ein Triumph: Deutschland gewann mit 4:1 überlegen gegen die Weltmacht der Sozialistischen Sowjetrepubliken. Alle Tore schoss Gerd Müller, und in einem später in der Sowjetunion erschienenen Spielbericht hieß es: „Gerd Müller, den sie den ,Bomber der Nation‘ nennen, war überall, wo man ihn nicht erwartete.“ Und in einem Nebensatz: „Sogar der Rasen war beheizt.“

    Tatsächlich entwickelten die Ingenieure damals für das 105 Meter lange und 68 Meter breite Spielfeld des Olympiastadions nicht nur eine automatische Beregnungsanlage und installierten mit einer Lichtausbeute von 1.875 Lux eine der noch heute stärksten Flutlichtanlagen Europas, sondern sie ließen unter der Grasnarbe auch die erste Rasenheizung der Welt verlegen. „Kompletter Irrsinn!“, urteilte die Münchner Abendzeitung: „Die von Vätern zuhauf bemühte Redewendung ‚Ich heiz doch nicht für den Garten!‘ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.“ Allerdings: „Sportlich mag es Vorteile geben.“ Die gibt es zweifelsohne, allerdings brauchten andere Clubs lange, um diese Vorteile zu erkennen: Erst 15 Jahre und mehrere bitterkalte Winter später ließen beispielsweise die Manager von Eintracht Frankfurt im Waldstadion Wärmeschlangen verlegen.

    Heute sind Rasenheizungen in der 1. und 2. Bundesliga vom DFB vorgeschrieben. Zum einen, weil sie das Verletzungsrisiko der Spieler verringern, bei denen Stürze auf knallhart gefrorenem Boden schnell zu schweren Läsionen führen, aber auch, weil sich der Rasen durch die Wärme von unten schneller erholt. Außerdem ist Fußball ein Geschäft, Spielausfälle reißen tiefe Löcher in die Vereinskassen und bringen den Spielbetrieb sowie die Tabelle durcheinander.

    Die optimalen Zusatzstoffe

    Rasenheizungen verbrauchen eine Menge Energie, häufig bis zu 50 % des durchschnittlichen Gesamtverbrauchs eines Stadions. Was hilft, ist ein vorausschauender, energiesparender Betrieb und die Sicherstellung einer guten Wärmeleitung. Physikalisch gesehen ist Wasser aufgrund seiner spezifischen Wärmekapazität die beste Lösung. Jedoch führt reines Wasser zu Korrosion in den Metall- und Kunststoffteilen der Anlage. Ist es zu kalt, gefriert es, dehnt sich mit enormer Kraft aus und zerstört die Leitungen. Versetzt man das Wasser mit Glykolen, friert es zwar nicht mehr, reduziert aber die Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität.

    Die richtigen Zusatzstoffe im richtigen Verhältnis zu finden, ist deshalb gar nicht so einfach“, erklärt Dr. Frank Hillerns von der TYFOROP Chemie GmbH in Hamburg. Denn die Liste der Qualitäten, die ein guter Wärmeleitzusatz haben muss, ist lang: „Er soll für eine effiziente Wärmeübertragung sorgen, vor Frost schützen und Korrosion verhindern. Er muss sich mit allen in der Anlage verwendeten Metallwerk- und Kunststoffen sowie Dichtungsmaterialien vertragen, thermisch in jeder Richtung extrem belastbar sein, ungiftig, umweltverträglich und zudem auch noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.“

    Pannenfreier Heizungsbetrieb

    Am 14. Mai 2005 war Schluss im Olympiastadion. Nach 33 Jahren, 1.120 Spielen und einem Sieg gegen Nürnberg, feierten die Spieler des FC Bayern München ihren 19. Titel als Deutscher Meister und nahmen gleichzeitig Abschied von dem Rasen, auf dem sie ihre größten Erfolge gefeiert haben. Ein Zeitpunkt, zu dem in der fast fertiggestellten Allianz Arena bereits die Rohre für den neuen Rasen verlegt wurden. Auf einem aus 4.500 Kubikmetern Frostschutz-Kies bestehenden Unterbau wurden insgesamt 27 Kilometer daumendicke Heizschläuche verlegt, in denen mehrere Tausend Liter TYFOCOR® fließen. Im Bedarfsfall kann das Spielfeld so auf bis zu 50 Grad Celsius aufgeheizt werden. Elf Mal musste der rund 8.000 Quadratmeter große Rasen seither ausgetauscht werden, die Heizung hingegen lief immer pannenfrei: „Das ist in erster Linie natürlich ein Verdienst des Heizungsbauers“, sagt Hillerns, „aber auch wir tragen einen Teil dazu bei, dass der Spielbetrieb reibungslos läuft.“

TYFOCOR®-Marken im Einsatz für Heizung, Klima, Lüftung

Zentrale Klimaanlagen in großen Gebäuden heizen im Winter und kühlen im Sommer. Dazu wird die Wärmeträgerflüssigkeit in der Klimazentrale entweder aufgeheizt oder abgekühlt und dann über Rohrleitungen an die einzelnen Wärmetauscher in den Räumen verteilt. Das verwendete Wärmeträgermedium muss sowohl bei tiefen als auch bei hohen Temperaturen allen Anforderungen in puncto Wärmetransport und Korrosionsschutz über lange Zeiträume gerecht werden. Auch in abgelegenen Gebäuden, die im Winter nicht durchgängig beheizt werden, verhindern unsere Produkte ein Einfrieren der Heizungsanlage und sichern somit einen störungsfreien, langlebigen Betrieb.

<b>TYFO</b>COR<sup>®</sup>
TYFOCOR®
TYFOCOR® ist ein Langzeit-Frost- und Korrosionsschutz auf Basis von Ethylenglykol für Kühl- und Heizsysteme, Klima- und Wärmepumpenanlagen sowie für Flächenheizungen. Es wird als Konzentrat oder nach Kundenwunsch als Fertigmischung geliefert.
<b>TYFO</b>COR<sup>®</sup> L
TYFOCOR® L
TYFOCOR® L ist ein Langzeit-Frost- und Korrosionsschutz auf Basis von Propylenglykol für Kühl- und Heizsysteme, Solar- und Wärmepumpenanlagen. Es dient ebenso als lebensmittel-kompatible Spezialsole in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Das Produkt wird als Konzentrat oder als Fertigmischung geliefert.
<b>TYFO</b>COR<sup>®</sup> L-eco<sup>®</sup>
TYFOCOR® L-eco®
TYFOCOR® L-eco® ist ein Langzeit-Frost- und Korrosionsschutz auf Basis von Propylenglykol für Kühl- und Heizsysteme, Solar- und Wärmepumpenanlagen. Es dient ebenso als lebensmittel-kompatible Spezialsole in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Nahezu alle Komponenten des Produkts werden vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen.
<b>TYFO</b>COR<sup>®</sup> GE
TYFOCOR® GE
TYFOCOR® GE ist ein Langzeit-Frost-und Korrosionsschutz auf Basis von Ethylenglykol speziell für den Einsatz in erdgekoppelten Wärmepumpenanlagen, Klimaanlagen sowie in Rasenheizungen. Es wird als Konzentrat oder nach Kundenwunsch als Fertigmischung geliefert.